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Zweite Mannschaft souverän Herbstmeister!

 

Ungeschlagen beendet unsere Zweite Herrenmanschaft die Hinrunde in der Kreisliga B5. Die Mannschaft um Trainer Ralph Konrad konnte aus möglichen 39. Punkten, stolze 37. Punkte holen.

Die Spieler sind im Netz, aber der Ball nicht. Gegen Kosova will das Team der SpVgg wieder dreifach punkten. Foto: Christian Flemming

Meisterschaftsfavorit will Anschluss nicht verlieren

 
Am Samstag erwartet die SpVgg den FC Kosova

Lindau / - Es ist ein Spieltag der knappen Ergebnisse gewesen. In der Fußball-Kreilsiga A2 gewann nur der TSV Eriskirch beim FC Friedrichshafen deutlich mit 4:1. Dreimal endeten die Spiele mit 2:1 für die Heimmannschaften. Es gab am Sonntag zweimal ein 1:0. Der SV Achberg behielt gegen die SpVgg Lindau die weiße Weste.
 

"Wir haben den Sieg in der Anfangsphase verschenkt", sagte am Montag, einen Tag danach, Lindaus Spielertrainer. Die Gegentore fielen nach individuellen Fehlern und das war nicht nach dem Geschmack von Marco Mayer. "Wir müssen lernen, in der Defensive besser zu stehen", betont der Trainer der SpVgg. Am Samstag kommt Aufsteiger FC Kosova nach LIndau (15 Uhr). Die Mannschaft von Spielertrainer Dugaxhin Shala hat den TSV Schlachters auf dem falschen Fuß erwischt. "Wir haben nicht gut gespielt", sagte Lukas Sonntag, Trainer des TSV. "Es war von uns ein ordentliches Spiel, wir haben gut verteidigt und am Ende nicht unverdient gewonnen", sagte Shala. Die SpVgg ist also gewarnt, den Gegner am Sonntag nicht zu unterschätzen. Schließlich will die Mannschaft den Anschluss an die Spitze nicht verlieren.

Der SV Achberg ist am Freitag ebenfalls gefordert. Die Reise geht nach Tettnang. Die Mannschaft von Mico Susak steht in der Tabelle auf Platz drei. Dabei startete der Absteiger aus der Bezirksliga mit drei Siegen. Bei der VfB U23 verlor das Team mit 1:2. "Wir müssen uns am Freitag steigern, um gegen den SV Achberg wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Es wird ein schwieriges Spiel", meint Susak. Achbergs Trainer Michael Riechel freut sich auf die nächste Aufgabe. In Schlachters mit 3:1 gewonnen, gegen die SpVgg mit 2:1 – So darf es weiter gehen. "In Tettnang zu gewinnen wird für uns nicht einfach sein. Wir müssen von Beginn an sehr wachsam sein", sagt Riechel.

Keine leichte Aufgabe hat auch die SGM Hege-Nonnenhorn/Bodolz. Das Team von Thomas Kristen erwartet am Sonntag Dostluk.

SV Achberg setzt sich in der Tabelle ab

In einem packenden Spitzenspiel setzt sich der SV Achberg (dunkles Trikot) gegen die SpVgg Lindau knapp mit 2:1 durch. Hier scheiterte Nico Pfersich am Lindauer Torhüter Dogukan Uyunc. (Foto: Christian Flemming)

Innerhalb von vier Tagen hat der SV Achberg zwei Spitzenspiele in der Fußball-Kreisliga A2 für sich entschieden und sich in der abelle von der Konkurrenz etwas abgesetzt. Nach dem 3:1 in Schlachters gab es am Sonntag gegen die SpVgg Lindau ein 2:1. Für die größte Überraschung des Spieltages sorgte Aufsteiger Kosova mit seinem 1:0-Sieg in Schlachters.

„Wir haben so eine Grütze gespielt, das kann man niemandem erklären. Wir hatten gefühlt 80 Prozent Fehlpassquote und dann kann man kein Spiel gewinnen“, sagte Lukas Sonntag, Trainer des TSV Schlachters. Sonntag war überrascht, dass der Unparteiische etwas einseitig die Karten zeigte. „Vielleicht täusche ich mich, aber es war sehr seltsam.“

 

Mit dem knappen 1:0-Sieg steht der FC Kosova nun auf Platz sechs. „Wir haben eine starke Abwehrleistung gezeigt und wenig zugelassen. Wir sind froh, dieses schwere Spiel für uns entschieden zu haben“, meinte Dugaxhin Shala, Trainer des FC Kosova. Auch Antonio Di Modugno, Trainer des TSV Eriskirch, freute sich über einen nicht erwarteten 4:1-Sieg beim FC Friedrichshafen. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt und alle unsere Tore geschossen. Nach Wiederbeginn sahen die Zuschauer ein richtig schlechtes Spiel. Entscheidend sind aber die drei Punkte.“

Die ersten Siege feierten die VfB U23 und die TSG Ailingen. Während die Zuschauer beim 2:1 in Ailingen zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen, zeigte die Mannschaft aus Friedrichshafen beim 2:1 gegen Tettnang eine gute Leistung. „Endlich haben die Jungs die Zweikämpfe angenommen und auch die Laufbereitschaft war da“, betonte ein glücklicher Wolfgang Fluhr. Nach diesem Erfolg gegen eine Spitzenmannschaft darf er als Trainer weiter arbeiten. „Es war nicht unser Tag und der Anschlusstreffer kam zu spät. Friedrichshafen hat verdient gewonnen“, meinte Tettnangs Trainer Mico Susak.

 

Der SV Achberg hat das vierte Spiel in Folge gewonnen und damit einen tollen Saisonstart hingelegt. „Wir haben am Ende zittern müssen, weil Lindau bei Standards immer gefährlich war. Wir hatten Glück, aber das braucht man in so einem Spiel“, sagte Achbergs Trainer Michael Riechel. Marco Mayer musste Dogukan Uyunc ins Tor stellen, weil Furkan Gümüs sich bei der SpVgg abmeldetet. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Spielertrainer Marco Mayer. Mayer bedauerte aber die vergebenen Chancen nach dem 1:0. „Wir haben in der Anfangsphase richtig gut gespielt und müssen das 2:0 nachlegen, dann läuft die Partie anders“, meinte Mayer.

Der TSV Neukirch hatte zwar gegen den FC Dostluk nicht viel Glück, aber ein 1:0-Erfolg ist immer ein knappes Ergebnis. Dabei hätte die Mannschaft bereits zur Halbzeit führen müssen. Dostluks Torhüter Hasan Elgün parierte zweimal glänzend. Nach dem 1:0 durch Driton Tahiri, vergab derselbe Spieler einen Foulelfmeter. Er schoss den Ball an die Latte.

Spitzenreiter Achberg erwartet Lindau

 

In der Fußball-Kreisliga A2 geht es Schlag auf Schlag. Der neue Spitzenreiter Achberg erwartet zum Derby die SpVgg Lindau. Es ist das zweite Derby in Folge, aber das erste Heimspiel für die Mannschaft von Michael Riechel. „Wir freuen uns auf den Vergleich“, sagt Riechel.

In der Abwehr gewinnt man Meisterschaften, im Angriff Spiele, ist eine bekannte Redensart, die für alle Ballsportarten gilt. Der SV Achberg war in den vergangenen Jahren im Angriff immer eine Bank, doch die Abwehr war oftmals zu löchrig und deshalb wurde in der abgelaufenen Saison Brochenzell Meister, Lindau Zweiter und der SVA nur Dritter. Dieses Jahr sieht es anders aus. Achberg tritt als kompakte Mannschaft auf, die das Zeug hat, am Ende ganz oben zu stehen.

Am Sonntag kommt Lindau zum nächtenn Derby. „Der SV Achberg hat eine eingespielte Mannschaft und derzeit einen guten Lauf. Wer in Schlachters mit 3:1 gewinnt, der muss gut sein“, sagt Lindaus Spielertrainer Marco Mayer. „Wir werden nicht viele Chancen in Achberg bekommen, die müssen wir aber nutzen“, meint er.

Michael Riechel, Trainer des SV Achberg, sieht ein offenes Spiel. „Lindau findet sich ganz langsam und hat gute Einzelkönner in seinen Reihen. Wir müssen so kompakt stehen, wie gegen Schlachters am Donnerstagabend, dann können wir auch diese hohe Hürde nehmen.“

Der TSV Schlachters erwartet zu Hause den Aufsteiger FC Kosova. Hier gilt es, die Wunden zu lecken und mit drei Punkten vorne dranzubleiben. Das gilt auch für die Mannschaft aus Tettnang, die nach drei Siegen zum punktlosen VfB Friedrichshafen II fährt. Der TSV hat Nick Feyer vom SV Kehlen verpflichtet. Der Stürmer hat den Status eines Vertragsamateurs.

Die TSG Ailingen hat gegen Tettnang eine gute Leistung gezeigt, auch wenn es am Ende keine Punkte gab. Die kann die Mannschaft zu Hause gegen Langenargen holen.

Lindaus Elvir Omerovic (vorne) im Zweikampf mit Heges Johannes Enderle. (Foto: Günter Kram)

Von Favoriten und Spielverderbern
 

Die Spielvereinigung Lindau hat am ersten Spieltag der Fußball-Kreisliga A2 die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Wie startet eine Mannschaft, die zum Aufstieg verdammt ist? Mit einem 2:2 Unentschieden gegen die SGM Hege-Nonnenhorn/Bodolz. Für Furore sorgten am Samstag und Sonntag dafür andere Mannschaften.

 

Der TSV Eriskirch hatte eine bescheidene Vorbereitung und der Gegner war übermächtig. Die VfB U23, eine der Topteams der Liga gab seine Visitenkarte ab. Nun, wer in den vergangenen Jahren die Spiele des TSV Eriskirch und der VfB U23 genauer unter die Lupe nahm, der stellte fest: Der Sieger hieß fast immer TSV Eriskirch. Am Sonntag war es beim 3:1 auch so. „Statistiken sind etwas für Leute, die nicht sehen, dass der Fußball ein ergebnisorientierter Sport ist. 70 Prozent Ballbesitz, viele gute Chancen und am Ende ein 1:3. Es war wie immer gegen Eriskirch“, sagte Wolfgang Fluhr. Der Trainer des VfB freut sich auf den nächsten Gegner, Tabellenführer TSV Schlachters. „Mir ist so eine Aufgabe lieber. Da wissen wir, was uns erwartet.“

Das Ergebnis war klar. 2:0 siegte Achberg, ein weiterer Favorit, beim FC Friedrichshafen, der vor einer schweren Saison steht. Nur: Das Team von Spielertrainer Damir Alihodzic zeigte eine starke Leistung, verpasste das mögliche 1:0 und wurde in der Folge bestraft. „Achberg ist nicht unsere Kragenweite. Wir müssen gegen andere Mannschaften die Punkte holen, die mit uns auf Augenhöhe spielen. Der Auftritt meiner Mannschaft stimmt mich positiv“, meinte Damir Alihodzic.

Beide Aufsteiger mussten am Sonntag Lehrgeld bezahlen. Der FC Kosova konnte zumindest die ersten 15 Minuten gut mithalten, danach übernahm die SGM Fischbach-Schnetzenhausen das Kommando und siegte mit 2:1. „Wir sind immer ruhig geblieben, auch als ein bisschen Hektik aufkam. Gegen Ende der Partie konnten wir auch konditionell zulegen“, meinte SGM-Abteilungsleiter Andreas Zimmer. Der zweite Aufsteiger FV Langenargen unterlag zu Hause gegen den SV Oberteuringen ebenfalls mit 1:2. Eine Etage höher ist die Luft schon etwas dünner.

 

Viele Fehlpässe und recht wenig Bewegung im Mittelfeld, ein längerer offensiver Durchhänger zu Beginn der zweiten Halbzeit und Leistungsträger, die noch nicht zurück im Kader sind: Die SpVgg Lindau ist auf der Suche nach ihrer Form. Marco Mayer hat nach dem 2:2 gegen Hege/Nonnenhorn/Bodolz ein hartes Stück Arbeit vor sich, das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft zu schließen. Viel Zeit bleibt ihm nicht – warten doch mit der U23 des VfB und dem SV Achberg zwei Topteams der Liga zeitnah auf die Lindauer.

Es läuft noch nicht rund beim Favoriten der Kreisliga A2

 

Für die Spielvereinigung Lindau hätte es zum Auftakt der neuen Spielzeit schlimmer kommen können, zufriedenstellend war das Ergebnis für SpVgg-Spielertrainer Marco Mayer allerdings nicht. Nach dem frühen Pokal-Aus und Niederlagen in Testspielen holte die Mannschaft von am Sonntagnachmittag im Derby der Fußball-Kreisliga A2 gegen die SGM Hege/Nonnenhorn/Bodolz nur ein 2:2. Für Marco Mayer war es eine erste Standortbestimmung unter Härtebedingungen, für SGM-Coach Thomas Kristen ein prestigeträchtiger Punkt gegen einen der heißen Titelanwärter.

„Wir wussten, dass da ein harter Gegner kommt“, so Marco Mayer nach der Partie vor rund 130 Zuschauern auf dem Fußballplatz der TSG Lindau-Zech. Die Besucher sahen ein Gästeteam, welches – wie schon im Bezirkspokalwettbewerb – mit Stefan Philipp, Johannes Enderle und Felix Eisenbach eine Dreier-Abwehrkette bildet und die Position sechs mit Markus Rösler und Steffen Immler doppelt belegte. Die Strategie von Kristen war klar: In der eigenen Hälfte die Räume eng machen, um den gefährlichen Offensivspielern der SpVgg – allen voran Marco Mayer, Musa Gaye und Antonio Paturzo möglichst wenig Anspielmöglichkeiten zu bieten.

Das gelang über 90 Minuten nicht immer, doch hielt das SGM-Abwehrbollwerk in zahlreichen kritischen Situationen unterm Strich gut dagegen. Mehr noch: Die Mannen von Kristen gingen nach einer knappen Viertelstunde durch einen Strafstoß, den Philipp flach ins Eck unterbrachte, in Führung (12.). Vorangegangen war eine diskussionswürdiges Situation: Im Zweikampf gegen SpVgg-Innenverteidiger Nikolaos Misios, fiel Yannick Glaser im Lindauer Sechzehner. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt.

Nach einer guten Viertelstunde begann die stärkste Phase der Spielvereinigung während des gesamten Verlaufs. Teils flüssige Kombinationen, schnelles Umschaltspiel und ein ungemein antrittsschneller Gaye, der ein ums andere Mal seine Gegenspieler schwindlig spielte, ließen das Können der Mannschaft aufblitzen. Die Folge: Erst glich Gaye durch einen Schuss aus halbrechter Position aus, sieben Minuten später tauchte Paturzo an der linken Häflte des Strafraums aus und markierte das 2:1. Was folgte, waren hochkarätige Chancen fast im Minutentakt. „Hier hätten wir zwei Treffer nachlegen müssen, dann wären wir durch gewesen“, befand Mayer.

Sonntagsschuss von Glaser


Doch gab sich Hege/Nonnenhorn/Bodolz nie auf und kam zurück - und wie: Als Timo Kiefer kurz vor der Halbzeitpause in Nähe der Lindauer Strafraumlinie in zentraler Position gefoult wurde, ließ der Unparteiische den Vorteil gelten. Glaser, in Ballbesitz, fackelte nicht lange und drosch das Spielgerät zum 2:2 der Gäste unter die Latte. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft und freue mich über den Punkt“, sagte ein erleichterter Thomas Kristen, der die „individuelle Qualität“ der SpVgg-Zugänge anerkannte, sich jedoch zugleich darüber freute, dass seine Taktik halbwegs aufgegangen war.

Und Marco Mayer? Der setzt auf Zeit, verwies auf die noch fehlende Abstimmung innerhalb der Mannschaft, den urlaubs- und verletzungsbedingt nicht kompletten Kader und auf die schwierige Vorbereitung. Und er kritisierte die Elfmeter-Entscheidung des Schiedsrichters, weshalb man dem 0:1-Rückstand hinterherlaufen musste. Gute Chancen, das Spiel in der zweiten Halbzeit für sich zu entscheiden, hatte im bayerischen A2-Derby beide Kontrahenten noch. Unterm Strich blieb es beim letztlich gerechten Unentschieden.

SpVgg feiert ersten Sieg

 
Die SpVgg Lindau feiert im letzten Testspiel vor der Punkterunde, die am Wochenende startet, in Lindenberg den ersten Saisonsieg. Daniel Rupflin (15.) und Michael Riedesser (36.) erzielten gegen den Bezirksligisten Lindenberg die Tore bereits in Hälfte eins. „Wir haben eine mannschaftlich starke Leistung gezeigt“, sagte Spielertrainer Marco Mayer, der beide Tore vorbereitete.

Die Fans der SpVgg mussten nun lange warten, bis sie einen Sieg ihrer Mannschaft erleben durften. Deutliche Niederlagen zu Beginn der Vorbereitung, das Aus im Pokal gegen Schlachters (1:3) und dann das 2:2 in Oberstdorf. Es war das erste positive Zeichen. „Die Spieler waren körperlich nicht so weit wie heute“, sagt Mayer. Verletzungen und Urlaub machten dem neuen Spielertrainer einen Strich durch die Rechnung. In Lindenberg stand nicht der gesamte Kader zur Verfügung, aber die Spieler sind mittlerweile körperlich deutlich fitter als Ende Juli. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, dürfen uns aber nicht zurücklehnen. In der letzten Woche vor dem Saisonstart müssen wir im Training Gas geben. Am Sonntag kommt mit der SGM Hege/Nonnenhorn/Bodolz ein hartes Stück Arbeit auf uns zu“, so Mayer.

Nur wenig Zeit für den großen Wurf

 

Die Whatsapp kam überraschend. Der Absender: Professor Werner Mang, Schönheitschirurg von Weltrang und Präsident der SpVgg Lindau. In dieser Funktion schrieb Mang Marco Mayer auch die Nachricht. Er teilte ihm in kurzen Worten mit, dass die Aufgabe in Lindau nicht einfach sei und er deshalb auch nicht den Mut verlieren solle. „Das hat mich berührt“, sagt Mayer, seit einigen Wochen Spielertrainer der SpVgg Lindau, die mit dem Präsidenten Werner Mang endlich aus der Kreisliga raus möchte.

 

Die aufmunternden Worte hatte der 34 Jahre alte Marco Mayer gut gebrauchen können, die Saisonvorbereitung bei seinem neuen Verein hatte er sich etwas anders vorgestellt.

 

Beim SV Beuren, seinem Heimatverein, wo Marco Meyer die letzten sieben Jahre als Spielertrainer tätig war und die Mannschaft von der Kreisliga B in die Bezirksliga führte, lief alles reibungslos ab. Am Bodensee müssen die Strukturen erst noch wachsen. „Alle, die bei der SpVgg Verantwortung haben, unterstützen mich nach Kräften, aber nicht jedes Rädchen greift ins andere“, sagt er. An das erste Training erinnert er sich mit einem Lachen. Als er mit seinen Spielern ins Lindauer Stadion kam, war der Rasen schon von acht Hobby-Fußballern belegt. Obwohl Mayer sich vorstellte und sie darauf hinwies, dass er den Platz benötige, blieben die Herren stur. Schließlich würden sie schon seit Jahren jeden Mittwoch zu dieser Uhrzeit Fußball spielen. Und auch an diesem 11. Juli nahmen sie für 60 Minuten den halben Platz in Anspruch. Mayer hatte mit zwei Mannschaften die andere Hälfte. „Wenn ich heute daran denke, dann kann ich nur darüber schmunzeln“, meint Mayer.

 

Ein Tettnanger Spieler sagte nein

 

Bereits im Frühjahr wurde Mayer von der SpVgg verpflichtet. Er konnte sich die Spieler selbst aussuchen, die er wollte. Fast alle wechselten zur SpVgg. Einer nicht: Nils Maurer. Dieser blieb beim TSV Tettnang. „Ich habe ihn angerufen und gesagt, dass ich seine Entscheidung respektiere.“

 

Die Verantwortlichen hatten von Beginn an Vertrauen in den neuen Trainer, weil dieser in Beuren etwas aufgebaut hatte. Innerhalb von sieben Jahren stieg die Mannschaft von der Kreisliga B in die Bezirksliga auf. Dort ist sie eine feste Größe. Auch die SpVgg will dorthin. Allerdings hat Marco Mayer dafür nur ein Jahr Zeit. 2019 wird die SpVgg 100 Jahre alt. Der Aufstieg ist fest eingeplant. „Ich habe einen Einjahresvertrag. Wenn es passt, bleibe ich, wenn nicht, dann gehe ich“, meint Mayer.

 

Mittlerweile haben sich auch die Trainingsbedingungen normalisiert – obwohl das Stadion in Lindau wegen Renovierungsarbeiten mindestens bis Ende September gesperrt bleibt. Bei der TSG Lindau-Zech wurden sie freundlich aufgenommen. Michael Ritter, Trainer der TSG, kennt Mayer gut. Es geht aufwärts. Wären da nicht die vielen Urlauber. „Es ist nicht einfach, acht neue Spieler einzubauen, wenn der Urlaub die Trainingspläne durcheinanderwirbelt“, sagt Mayer. Daniel Rupflin und Robert Köhler seien die einzigen Spieler, die bisher nur eine Einheit gefehlt hätten.

 

Die Ergebnisse sprachen Bände. Zwei hohe Niederlagen in den Testspielen, dazu das Erstrundenaus im Bezirkspokal gegen den Ligarivalen Schlachters. Da kommt man ins Grübeln. Am Sonntag gab es gegen den bayerischen Bezirksligisten Oberstdorf immerhin ein 2:2. Manuel Rizzo und Antonio Paturzo trafen.

 

In einer Woche startet nun die Kreisliga A2 in die Punkterunde. Die Mannschaft habe einen Schritt nach vorne gemacht, sagt Mayer.

 

Schweres Auftaktprogramm

 

Allerdings ist die Aufgabe nicht einfach. Die SpVgg erwartet zu Hause die SGM Hege-Nonnenhorn/Bodolz, dann geht es gegen Ailingen, die VfB U23 und Achberg. Alles Mannschaften, die der SpVgg richtig wehtun können.

 

Präsident Werner Mang hat sich wohl auch mit dem Spielplan beschäftigt und das schwere Auftaktprogramm genauer betrachtet und seinem Spielertrianer Mut gemacht. Aufmunternde Worte tun immer gut. Marco Mayer weiß aber auch, dass der Fußball ein ergebnisorientierter Sport ist. Läuft es, dann hat er Ruhe. An etwas anderes will er gar nicht denken.

Für die Spielvereinigung Lindau ist die Schonfrist vorbei

 

Kurz nach seinem Amtsantritt als Präsident der Spielvereinigung Lindau hat Werner Mang im Sommer vergangenen Jahres angekündigt, bis spätestens zum runden Vereinsjubiläum 2019 mit der ersten Herrenmannschaft die Kreisliga A2 verlassen zu wollen. Nachdem die Lindauer im Juni in der Relegation zur Fußball-Bezirksliga gescheitert waren, soll es in der neuen Spielzeit 2018/19 nun Marco Mayer richten. Am Donnerstagabend wurde der neue SpVgg-Spielercoach vorgestellt.

„Es ist ein Projekt, was mich sehr interessiert“, begründet der 33-Jährige seinen Entschluss, vom Allgäuer Bezirksligisten SV Beuren in die Gefilde der Bodensee-Kreisliga zu wechseln. Seit Jahren habe er immer wieder Angebote von höherklassigen Vereinen erhalten, diese jedoch stets ausgeschlagen. Bei der Spielvereinigung Lindau sieht Mayer Entwicklungsmöglichkeiten, die ihn gereizt haben, diese Aufgabe zu übernehmen. „Für die Region um Lindau wäre der Aufstieg sehr wichtig“, sagt der Nachfolger von Interimscoach Karsten Krannich.

 

Kontakt über Karsten Krannich

 

Über den SpVgg-Sportvorstand, den Marco Mayer seit vielen Jahren gut kennt, kam auch der Kontakt zur Spielvereinigung Lindau im Winter zustande. „Er ist jung, dynamisch, weiß, wie man mit Spielern umgeht, und bringt Erfahrung aus der Liga mit, in welche wir hinwollen“, betont Werner Mang einige der ausschlaggebenden Faktoren für die Verpflichtung des neuen Spielertrainers hin zur „Mission Meisterschaft“. Die müsse in der Saison 2018/19 unbedingt eingefahren werden, will man den mühevollen Weg über die Relegation vermeiden. „Für mich zählt ganz klar der Aufstieg“, so Mayer. Dass er an diesem, und nur an diesem Ziel in den nächsten Monaten gemessen werde, ist ihm durchaus bewusst. Er komme jedoch gut klar mit dem Druck, der auf ihm lastet, versichert der 33-Jährige.

Seit vergangenen Woche bereitet er sich, zunächst dreimal wöchentlich, mit seinem kompletten Kader auf die neue Saison vor. Der umfasst im Moment sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft der Spielvereinigung, erst nach drei oder vier Wochen will er die Spieler trennen. „Auf diese Weise kann sich jetzt jeder im Training bewähren“, sagt Mayer. Trainingsdisziplin und körperliche Fitness stehen für ihn derzeit ganz oben auf der Prioritätenliste. Genau da hat es nach Ansicht von SpVgg-Chef Mang in der Vergangenheit gemangelt. „Der Mannschaft fehlte es an Zusammenhalt, Kampfgeist und Kondition.“ Da der Hauptplatz im Lindauer Stadion komplett saniert wird, wird auf dem Gelände des Nachbarvereins TSG Zech trainiert. Dort werden auch die ersten Heimspiele der neuen Saison ausgetragen.

Was die Spielweise anbelangt, will Marco Mayer nahtlos an die Zeiten beim SV Beuren anknüpfen. Schnellen, schnörkellos vorgetragenen Offensivfußball sollen die Zuschauer künftig geboten bekommen – mit möglichst vielen Toren. Genau da hat es der SpVgg in der abgelaufenen Saison gemangelt. Entsprechend verstärkt habe man sich deshalb im Angriff, aber auch in der Innenverteidigung. Als härteste Konkurrenten im Meisterschaftsrennen hat er den SV Achberg, die Landesligareserve des VfB Friedrichshafen und den TSV Tettnang ausgemacht. Mayer und Mang wissen um den Druck, der auf ihnen lastet. „Unser Ziel ist die Bezirksliga. Sonst muss ich überlegen, ob ich weitermache“, bekräftigt der SpVgg-Präsident.

Schießt seine Mannschaft im Alleingang in Runde zwei der Relegation zur Fußball-Bezirksliga: Pascal Rasch (Dritter von links) vom SV Eglofs. Foto: Florian Wolf

SpVgg Lindau unterliegt in der Relegation dem SV Eglofs mit 1:2

 

Sigmarszell-Schlachters / - Ein ganz frühes und ein spätes Tor von Stürmer Pascal Rasch während der regulären Spielzeit haben dem Fußball-Kreisligisten SV Eglofs am Freitagabend zum Sprung in die zweite Runde der Relegation zur Bezirksliga Bodensee verholfen. Der 2:1-Sieg des A3-Vizemeisters über die Spielvereinigung Lindau vor 800 Zuschauern auf dem Rasenplatz des TSV Schlachters war zwar knapp, jedoch verdient.

 

"Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir mehr investiert. Allerdings haben wir klar verschlafen, nach der frühen Führung das zweite Tor zu machen", sagte der Eglofser Coach Klaus Schmähl nach Abpfiff der Partie. Dass seine Allgäuer Mannschaft stärker aufspielte als die Lindauer, bescheinigte am Ende auch Karsten Krannich, der kurz nach Spielschluss seinen Allgäuer Trainerkollegen per Handschlag zum Erreichen der zweiten Runde gratulierte, ohne Wenn und Aber. "Der Moment war zwar unglücklich, doch der Gegner war einfach besser," so Krannich.

 

Damit spielte der Coach der Spielvereinigung auf die Spielszene in der zweiten Minute an. Gleich mit der ersten Torchance der Eglofser zappelte der Ball im Netz von SpVgg-Torwart Sascha Thommes. Vorausgegangen war ein stürmischer Antritt von SV-Offensivakteur Pascal Rasch. In der Lindauer Viererkette zögerten Außenverteidiger Robin Christmann und sein Nebenmann Roman Hurka, sich Rasch entschlossen entgegenzustellen. Der bedankte sich, ließ beide mit dem Ball stehen wie Slalomstangen am Skihang und markierte das 1:0.

 

Bange Momente musste die Spielvereinigung in den Minuten danach überstehen: Eglofs machte sehr viel Druck, doch weder der allein vor Thommes auftauchende Fabian Meroth (5.) noch eine Minute später der weit aufgerückte Marian Wiedermann, nach einem Freistoß von Philipp Gumboldt, konnten nachlegen. Kurz darauf stand Fabian Meroth völlig frei vor dem SpVgg-Torhüter, sein Lupfer landete jedoch genau in den Armen des aufmerksamen Sascha Thommes. Der war – nicht nur in der Anfangsphase – mit der beste Lindauer Spieler auf dem Platz und entschärfte eine Vielzahl brenzliger Situationen vor seinem Gehäuse.

 

Nachdem die Lindauer Mannschaft den anfänglichen Schock halbwegs verdaut hatte, kam sie besser ins Spiel. "Wir haben uns dann reingebissen", meinte Karsten Krannich hinterher. Seine Spieler Der Lohn war der Ausgleich nach einer knappen halben Stunde: Einen von Armin Selak getretenen Eckball köpfte Daniel Rupflin ungehindert aus kurzer Distanz ins Eglofser Tor. Danach verflachte die Partie vor der prächtigen Kulisse zusehends.

 

Nach Wiederanpfiff gab es viel Leerlauf auf beiden Seiten. Der SV Eglofs war zumeist bemüht und suchte die Entscheidung. Die SpVgg Lindau hielt jedoch dagegen und lauerte auf Konterchancen. Als die meisten schon mit der Verlängerung rechneten, hatten die Allgäuer in der 90. Minute das Glück auf ihrer Seite: Eine Hereingabe landete auf dem Fuß von Fabian Meroth, der sofort abzog. Thommes konnte den Ball aus kurzer Distanz nur abklatschen. Das Spielgerät landete bei Pascal Rasch, der sich nicht zweimal bitten ließ und seine Mannen in Runde zwei der Aufstiegsrelegation schoss.